Michaela Faber • 30. Juni 2026

Warum du gerade nicht vorwärts kommst und was das Universum dazu sagt


Du prokrastinierst. Du schiebst auf. Du sitzt vor der To-do-Liste und tust nichts. Oder du tust viel, aber es fühlt sich an wie Waten durch Schlamm. Kein Flow, kein Vorwärtskommen, keine Leichtigkeit.


Willkommen im Club! Wir sind gerade viele, die irgendwie nicht weiter kommen.

Und die erste Frage, die ich mir stelle, wenn ich das höre, von Klientinnen, von Freundinnen, von mir selbst, ist nicht: Wie komme ich da wieder raus? Sondern: Worum geht es hier eigentlich wirklich?


Stagnation als kollektives Phänomen

Es ist kein Zufall, dass gerade so viele fest hängen. Die wirtschaftliche Lage, die politische Unsicherheit, das Gefühl, dass etwas, das lange selbstverständlich war, gerade wegbricht. All das macht etwas mit uns. Wir sind aufgewachsen mit dem Versprechen, dass es immer weitergeht. Das harte Arbeit sich auszahlt und dass wir eines Tages gemütlich auf der Rentnerbank sitzen und den Lebensabend genießen. Pustekuchen! Das Universum hat gerade andere Pläne. Wir sind aufgefordert genau hin zu schauen, uns nicht mehr weg zu beamen und hinter der Wohlstandsmaske zu verschanzen.


Jetzt geht die Welle anders. Wir spüren es in all den Veränderungen die statt finden. Die Preise steigen, Konsum wird immer unbequmer. Die Krankenversorgung lässt extrem nach und wir werden mehr und mehr auf altes Wissen und uns selber zurück geworfen. Die Bildung kippt in diesem Land und wir merken, dass wir viel unnötiges Zeugs gelernt haben. Wir sind an allen Ecken und Enden eingeladen genau hinzuschauen. Und wir wissen nicht so recht, was wir damit anfangen sollen.


Aber ich glaube: Es geht nicht wirklich um Wirtschaft. Und auch nicht um Prokrastination.


Der kosmische Atemzug

In unserem Podcast Interview mit dem Universum haben wir genau darüber gesprochen. Und das Universum hat uns ein Bild beschrieben, dass mich seitdem nicht mehr loslässt, denn so habe ich noch nie darüber nachgedacht.


Stell dir vor, du atmest aus. Und dann gibt es diesen kurzen Moment, den Stillstand zwischen dem Ausatmen und dem nächsten Einatmen. Dieser Moment ist eine Pause, in der Leere entsteht. Er ist ein notwendiger Moment um Bewusstsein zu schaffen.


Was wir also gerade im Kollektiv erleben, ist genau das: ein kosmisches Ausatmen. Eine Phase der Verlangsamung, in der Stillstand ensteht, damit dann wieder Bewegung entstehen kann. Es ist also kein Fehler, sondern eine Einladung innezuhalten. Kurz aus dem tun zu gehen um ins Sein zu kommen. Es geht darum, dass du dich in dieser Pause selber wahrnimmt, in den Kontakt mit dir trittst und spürst, wo es denn eigentlich hin gehen soll.


Die meisten von uns reagieren auf diesen Stillstand mit Aktionismus. Wir arbeiten mehr, scrollen mehr, konsumieren mehr, lenken und ab, weil wir den Atem wieder ankurbeln wollen. Weil Stille sich gefährlich anfühlt. Weil nichts-tun sich nach Faulheit anfühlt.


Aber was wäre, wenn du genau jetzt hineingehst in die Ruhe, in den Stillstand. Wenn du aufhörst sinnlos zu handeln und ins Spüren kommt, damit du dich daran erinnern kannst worum es in deinem Leben wirklich geht. Damit die Weisheit, die in dir steckt sich ihren Weg nach Außen bahnen kann. Vielleicht merkst du dann, dass du gerade falsch läufst, dass du deinen Gefühlen aus dem Weg gehst, dass du Ablenkung suchst vor etwas was wirklich wichtig ist. Und vielleicht hat das mit materieller Fülle gar nichts zu tun.


Was wahre Fülle ist und was nicht
Ich bin vor einiger Zeit von knapp 100 Quadratmetern auf 35 umgezogen. Und dieser Schritt hat mich mehr gelehrt als jedes Buch, das ich je gelesen habe.


Plötzlich musste ich entscheiden, was wirklich mitkommt. Welche Bücher, welche Kleider, welcher Kram, halt all die Dinge, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Und ich habe gemerkt: Ich habe so viele Dinge angesammelt, die eine Lücke füllen sollten. Keines davon brauchte ich wirklich. Vieles stand einfach nur rum.


Wir leben in einer Gesellschaft des Überangebots. Kleiderboxen quellen über und sehr gut erhaltene Kleidungsstücke landen auf Müllhalden. Wissen stapelt sich in unseren Bücherregalen, ohne je zu Weisheit zu werden.


Das Universum hat es so gesagt: Was ihr als Fülle wahrnehmt, ist in Wahrheit oft keine. Ihr füllt damit eine Lucke, vermeidet Schmerz, überdeckt damit das was ihr wirklich sucht: eine Verbindung, die ihr nicht mehr spürt.


Die wahre Fülle ist nicht da draußen, sondern Sie ist in dir angelegt. Aus den Atomen dieser Erde gebaut, die selbst Fülle ist. Das sehen wir an jedem Kirschbaum, jedem Apfel, jeder Pflaume, die reif wird. Fülle ist die Natur dieses Planeten. Und damit auch deine Natur.

Du glaubst es nur nicht.


Der Geist, der trainiert werden will

Friedi hat im Interview etwas gesagt, das du vielleicht auch von dir kennst: Wenn eine Sorge wegfällt, sucht das Gehirn sofort die nächste. Es ist dressiert darauf, Probleme zu finden, sich Sorgen zu machen, Informationen schnell durchrauschen zu lassen ohne in die Tiefe zu gehen. Wir sind aufs Vermeiden Programmiert.


Das ist kein Charakterfehler, sondern das ist ein trainierter Geist. Wir werden unser ganzes Leben auf Konsum, Schnellebigkeit, Oberflächlichkeit trainniert. Das geht schon in der Schule los. Viel zu viele Informationen und viel zu wenig Zeit diese wirklich zu verarbeiten.


Aber, das Gehirn ist hochgradig plastizid. Ein trainierte Geister kann umtrainiert werden.

Energie folgt der Aufmerksamkeit. Das klingt einfach, ist es aber nicht.  Es braucht Disziplin und zwar nicht die strenge, selbstkritische Art, sondern die stille, beharrliche.


Es braucht das Wahrnehmen, wie du denkst. Das Beobachten, ohne dich zu verurteilen. Und dann, immer wieder, zurückkehren, zu dem, was du wahrhaftig willst. Du musst beharrlich blieben und dich in Geduld üben. Wenn du es noch nicht bekommen hast, dann bedeutet es, dass es noch kommt. Bliebe dran! Das ist es was das Universum uns sagt. Wir alle haben die Möglichkeit im Lotto zu gewinnen. Wir müssen unseren Geist trainnieren!


Was Verletzungen sagen wollen

Ein Thema, das mich in dieser Folge besonders beschäftigt hat: Was Körperverletzungen uns mitteilen.

Friedi hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Ich habe mir den Knöchel umgeknickt und wir beide sind in Rekordzeit wieder auf den Beinen. Ich, weil ich sofort gesagt habe: Es ist nichts passiert. Und Fredie, weil sie sofort gesagt hat, das kommt schnell wieder in Ordnung.


Und dennoch erinnert Schöpfung uns daran, dass der Körper nicht solide ist. Dass wir Verletzungen so lange immer wieder erleiden, bis wir die Geschichte dahinter verstehen. Es ist kein Zufall, dass ich umgeknickt bin. Das ist mir schon häufiger passiert. Und es hat mich zu einer Heilerin namens Marleen geführt, die mir das Thema hinter dem Umknicken sichtbar machen konnte.


Der Körper ist nicht solide. Er ist Schwingung, Bewegung und Raum und er erzählt Geschichten nicht nur über das, was gerade passiert ist, sondern über das, was angeschaut werden will.


Frag also dein Knie, frag deinen Rücken, frag die Schulter wie die Geschichte ist, die sie erzählen. Wenn du also zur Langsamkeit aufgerufen bist und statt dessen Prokrastinierst, dann kann es sein, dass es deine Kreuzbänder erwischt oder deinen Fußknöchel zerlegt. Dann kannst du dich fragen, nicht: Was ist kaputt? Sondern: Was willst du mir sagen?


Was jetzt

Wenn du gerade in einer Stagnationsphase steckst, dann mache dir bewusst: Du bist nicht kaputt sonder Du atmest gerade aus.


Nutz diesen Moment und gehe in die Stille. Finde dort, wonach du dich wirklich sehnst, nicht das nächste Ziel, die nächste Ausbildung, den nächsten Workshop oder Terminkalender sondern die Verbindung um die es wirklich geht. Die bedingungslose Liebe zu dir. Die Fülle, die du selbst bist.

Verbinde dich damit und dann atme wieder ein.


Diese Folge von Interview mit dem Universum findest du direkt hier auf Podigee. Ich freue mich über dein Feedback, in den Kommentaren, per Nachricht, oder einfach mit einer Bewertung.


Wenn du dein eigenes Interview mit dem Universum führen willst, dann buche dir hier deinen Termin.